AGB Expedicial Reise GmbH

Unsere AGB zum Download als PDF

1. Vertragsparteien – Veranstalter – Anbieterkennzeichnung

Ein Vertrag kommt zustande mit der Firma Expedicial Reise GmbH, Zum Stadtpark 5, 93142 Maxhütte-Haidhof, Tel. 0049(0)176 217 291 38 ,e-Mail: info@discovery4x4.com (nachfolgend “Veranstalter” genannt) und Kunden, welche eine Abenteuer-Reisen oder Reisen mit Expeditionscharakter, sowie sonstige Veranstaltungen mit Abenteuer-Charakter, wie Offroad-Trainingscamps oder Schrauberlehrgängen (nachfolgende insgesamt Reise genannt) beim Veranstalter buchen.

2. Zustandekommen des Vertrags

Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Veranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Eine Anmeldung erfolgt über das Online-Formular des Veranstalters unter discovery4x4.com.

Die Anmeldung erfolgt durch den Kunden auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Kunde wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

Der Veranstalter wird dem Kunden den Zugang der Bestellung unverzüglich bestätigen. Diese Eingangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Reisevertrags dar, sondern dient lediglich zur Information, dass eine Bestellung gewünscht ist.
Der Vertrag kommt erst mit ausdrücklicher Auftragsbestätigung (Annahme des Angebots des Kunden) durch den Veranstalter in Textform zustande.

In der Auftragsbestätigung erhält der Kunde eine schriftliche Bestätigung und einen Reiseprospekt, welcher alle wesentlichen Angaben über die von ihm gebuchte Reise enthält, sowie eine Haftungsvereinbarung, welche ebenfalls Gegenstand des Vertrags ist.

Weicht der Inhalt der Reisebestätigung von der Anmeldung des Kunden ab, ist der Veranstalter an das neue Angebot 10 Tage gebunden. Der Reisevertrag kommt auf der Grundlage des neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb dieser Frist das Angebot annimmt, was auch schlüssig durch Zahlung des Reisepreises erfolgen kann. Der Vertrag kommt in diesem Fall auf der Grundlage des neuen Angebots gemäß Reiseprospekt zustande.

Von diesen AGB abweichende Regelungen in der Reisebestätigung oder der Haftungsvereinbarung gehen den Regelungen dieser AGB vor.

3. Leistungsgegenstand

Der Leistungsgegenstand des Vertrags ergibt sich aus den Leistungsbeschreibungen (z. B. Internet, Flyer) des Veranstalters und den hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Reisebestätigung sowie des Reiseprospekts.

Der Veranstalter empfiehlt den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit sowie einer Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung und Auslandskrankenversicherung. Diese Versicherungen sind nicht Gegenstand des Reisevertrags.

Kosten für Nebenleistungen wie die Besorgung von Visa etc sowie verbrauchsabhängige Nebenkosten sind, soweit nicht in der Leistungsbeschreibung ausdrücklich anders vereinbart, nicht im Reisepreis enthalten.

4. Leistungsänderungen und Preisänderungen

Vor Vertragsschluss kann der Veranstalter jederzeit eine Änderung der Leistungsbeschreibungen vornehmen, über die der Reisende vor Buchung informiert wird.

Im Hinblick auf die besondere Art der Reise bleiben Änderungen wesentlicher Reiseleistungen gegenüber dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages die nach Vertragsschluss notwendig werden und vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, vorbehalten, soweit sie nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, insbesondere soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der Veranstalter wird den Kunden über wesentliche Leistungsänderungen oder -abweichungen unverzüglich in Kenntnis setzen.

5. Preise und Bezahlung

Alle Preise verstehen sich inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

Eine Reiserücktrittsversicherung oder andere Versicherungen sind im Reisepreis nicht enthalten, es sei denn, diese ist in der Leistungsbeschreibung zur jeweiligen Reise ausdrücklich vereinbart.

Zur Absicherung der Kundengelder hat der Veranstalter eine Insolvenzversicherung beim R+V Allgemeine Versicherungen AG abgeschlossen. Ein Sicherungsschein wird dem Kunden mit der Reisebestätigung übersandt. Darüber hinaus ergeben sich aus der Bestätigung die Beträge für An- und Restzahlung und gegebenenfalls Stornierungskosten abweichend von diesen AGB.

Nach Erhalt der Reiseunterlagen sind 20% des Reisepreises binnen 14 Tagen zur Anzahlung fällig.

Der restliche Reisepreis wird 6 Wochen vor Reiseantritt fällig und ist von Kunden an den Veranstalter zu überweisen, wenn gesichert feststeht, dass die Reise – wie gebucht – durchgeführt wird.
Bei kurzfristigen Buchungen (ab dem 30. Tag vor Reisebeginn) wird der gesamte Reisepreis sofort fällig.

Eventuelle Gebühren im Falle einer Stornierung sowie gegebenenfalls Bearbeitungs- und Umbuchungsgebühren sind sofort fällig.

Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit der Zahlung ist die Gutschrift der Zahlung beim Veranstalter.

Sofern fällige Zahlungen nicht oder nicht vollständig geleistet werden und der Kunde trotz Mahnung mit Nachfristsetzung nicht zahlt, kann der Veranstalter von dem jeweiligen Vertrag zurücktreten, es sei denn, dass bereits zu diesem Zeitpunkt ein erheblicher Reisemangel vorliegt. In diesem Fall kann der Veranstalter bei einem Rücktritt vom Reisevertrag Rücktrittsgebühren verlangen.

Bei Rückerstattungen ins Ausland hat der Kunde gegebenenfalls anfallende Überweisungsgebühren zu tragen.

6. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn – Umbuchung – Stornogebühren

Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Zur Vermeidung von Missverständnissen empfehlen wir den Rücktritt in Textform zu erklären.

Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Veranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Der Veranstalter kann stattdessen, soweit der Rücktritt bzw. der Nichtantritt der Reise nicht von ihm zu vertreten ist und nicht ein Fall höherer Gewalt vorliegt, Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen (Rücktrittsgebühren). Bei der Berechnung des Ersatzes sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen. Der Veranstalter kann seinen Ersatzanspruch unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktrittes zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis wie folgt pauschalieren:

bis 61 Tage vor Reisebeginn                         30% des Reisepreises

ab 60. bis 30. Tag vor Reisebeginn              50% des Reisepreises

ab 29. bis 07. Tag vor Reisebeginn              80% des Reisepreises

ab 06. Tag vor Reiseantritt                           100% des Reisepreises

Rücktrittsgebühren sind auch dann zu zahlen, wenn der Kunde sich nicht rechtzeitig zu den in den Reisedokumenten bekannt gegebenen Zeiten am jeweiligen Startpunkt der Reise einfindet sowie wenn der Kunde die Reise wegen nicht vom Veranstalter zu vertretenden Fehlens von Reisedokumenten des Kunden, wie z. B. Reisepass oder notwendige Visa, nicht angetreten kann.

Liegt eine Reiserücktrittsversicherung bei der gebuchten Reise vor, so erfolgt eine Rückerstattung des Reisepreises abzüglich einer Pauschale von 30%, wenn ein ärztliches Attest dem namentlich in der Reisebestätigung genannten Kunden bescheinigt, aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Reise teilnehmen zu können.

Dem Kunden bleibt es unbenommen, den Nachweis zu führen, dass im Zusammenhang mit dem Rücktritt oder Nichtantritt der Reise keine oder nur wesentlich niedrigere Kosten entstanden sind, als die anzuwendende Pauschale.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere individuell berechnete Entschädigung zu fordern, soweit er nachweist, dass ihm tatsächlich höhere Aufwendungen entstanden sind. In diesem Fall ist der Veranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung ersparter Aufwendungen und etwaiger, anderweitiger Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.

Bei Offroad-Trainingscamps und Schrauberlehrgängen, welche zu einem fixen vertraglich vereinbarten Zeitpunkt stattfinden ist eine Rückerstattung der Seminargebühren bei Nichterscheinen des Kunden oder Rücktritt des Kunden bis 60 Tagen vor Stattfinden des Trainingscamps oder Lehrgangs ausgeschlossen.

Das Recht des Kunden einen Ersatzteilnehmer zu bestellen bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.

7. Ersatzteilnehmer

Bis zum Reiseantritt kann der Kunde durch Mitteilung gegenüber dem Veranstalter verlangen, dass ein Dritter in seine Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten anstelle des Kunden widersprechen, wenn der Dritte den besonderen Reiseerfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.

Tritt ein Dritter an die Stelle des angemeldeten Kunden, ist der Veranstalter berechtigt, für die ihm durch die Teilnahme der Ersatzperson entstehenden Bearbeitungskosten pauschale 30.- € zu verlangen. Gegenüber Leistungsträgern (z. B. Fluggesellschaften) entstehende Mehrkosten werden darüber hinaus gesondert berechnet. Dem Kunden bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass mit dem Eintritt des Dritten keine oder wesentlich niedrigere Kosten für die Ummeldung entstanden sind.

Der Kunde und die Ersatzperson haften für den Reisepreis und die durch den Eintritt der Ersatzperson entstehenden Mehrkosten als Gesamtschuldner.

8. Rücktritt oder Kündigung durch den Veranstalter

Der Veranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn die Durchführung der Reise trotz einer entsprechenden Abmahnung durch den Veranstalter vom Kunden nachhaltig gestört wird.
Das gleiche gilt, wenn sich ein Kunde in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur vereinbarten Beendigung oder bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann.
Der Veranstalter behält in diesen Fällen den Anspruch auf den Reisepreis. Eventuell entstehende Mehrkosten für die Rückbeförderung trägt der Kunde in diesen Fällen selbst. Der Veranstalter muss sich jedoch den Wert ersparter Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer anderen Verwendung nicht in Anspruch genommener Leistungen erlangt werden einschließlich evtl. Erstattungen durch Leistungsträger.

Der Veranstalter kann bei Nichterreichen einer in der jeweiligen Leistungsbeschreibung und in der Reisebestätigung angegebenen Mindestteilnehmerzahl bis 5 Wochen vor Reiseantritt von der Reise zurück treten. Der Veranstalter informiert den Kunden unverzüglich, sofern zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich wird, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann. Der Kunde erhält dann den bereits gezahlten Reisepreis umgehend zurück.

Im Fall des Rücktritts des Veranstalters wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl ist der Kunde berechtigt, die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise zu verlangen, wenn der Veranstalter hierzu in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten.

Der Kunde hat dieses Recht unverzüglich nach der Rücktrittserklärung des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen. Sofern der Kunde von seinem Recht auf Teilnahme an einer gleichwertigen Reise keinen Gebrauch macht, erhält er den bezahlten Reisepreis unverzüglich zurück.

9. Kündigung wegen außergewöhnlicher Umstände, Höhere Gewalt – Änderungen der Reise

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so kann sowohl der Veranstalter als auch der Kunde den Vertrag nach Maßgabe des § 651j BGB kündigen. Wird der Vertrag nach Absatz § 651j BGB 1 gekündigt, so findet die Vorschrift des § 651 e Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last.

Der Veranstalter weist auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de hin.

Durch technische Ausfälle an Fahrzeugen kann sich der Reiseverlauf verzögern oder ändern. Ein Anspruch auf Schadensersatz oder Minderung des Reisepreises besteht in diesem Falle nicht. Bei Abenteuerreisen kann es zu kurzfristig wegen höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände jederzeit zu Änderungen des vereinbarten Reiseverlaufs, der Route, der Art der Unterkünfte oder Wahl der Transportmittel kommen.

10. Kündigung – Abbruch der Reise wegen Risiken oder behördliche Anordnungen

Der Reiseleiter kann die Reise oder Veranstaltung ohne Einhaltung einer Frist absagen oder abbrechen, wenn Risiken oder behördliche Anordnungen dem planmäßigen Ablauf oder der Sicherheit der Teilnehmer entgegenstehen. Gleiches gilt bei schwerwiegender Erkrankung des Kunden oder eines anderen Reiseteilnehmers oder des Reiseleiters, sowie bei irreparablen Schäden am Fahrzeug der Reiseleitung, wenn im Reiseland im Rahmen der wirtschaftlichen Opfergrenze kein Ersatzfahrzeug zeitnah für die Reiseleitung bereitgestellt werden kann und dies eine weitere Teilnahme an der Reise verhindert oder die eine weitere Durchführung der Reise unmöglich macht. Der Veranstalter weist in diesem Zusammenhang auf den besonderen Charakter der Abenteuer- und Expeditionsreisen hin.

Wird der Vertrag in diesem Fall gekündigt oder abgebrochen, so kann der Veranstalter für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist der Veranstalter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasst, den Kunden zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunde zur Last.

11. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen infolge vorzeitiger Rückreise oder eigenem vorzeitigem Verlassen der Reisegruppe nicht in Anspruch, erfolgt keine Rückzahlung des Reisepreises. Der Kunde ist in diesen Fällen für seine Weiter- und Heimreise in jeder Beziehung selbst verantwortlich.

12. Hinweis über möglichen Risiken der Reise

Die von Veranstalter durchgeführten Reisen sind Abenteuer-Reisen mit Expeditionscharakter und damit verbundenen besonderen Risiken für die Teilnehmer selbst sowie deren Fahrzeuge und Ausrüstung.
Die durchgeführten Reisen beinhalten u.a. auch Fahrten auf unbefestigten Straßen sowie abseits von Strassen, Überwinden von Geländehindernissen aller Art mit den eigenen Fahrzeugen der Kunden/Teilnehmer, Fahrten auf Wegen die nur selten befahren werden und/oder die nicht oder nur sehr selten instandgesetzt werden, Strecken ohne Winterdienst, Befahrung von engen Straßen und Wegen ohne Absicherung, Fahrten auf schlecht einzuschätzenden Bodenverhältnissen, Befahrung von Steilhängen und Durchquerung von Bächen und Flüssen mit den Fahrzeugen, Durchquerung von Wüstengebieten, Gefahren durch Lawinen, Steinschlag, Muren, Gefahren durch schlechtes Wetter, Eis, Schnee, Gefahren durch wilde Tiere, Durchquerung von Gebieten ohne schnelle Hilfsmöglichkeit durch Rettungskräfte und ohne Verbindung für Mobiltelefone, Campaktivitäten mit Übernachtungen im Freien, Beseitigung von Hindernissen auf der Fahrtstrecke wie umgestürzte Bäume, Steine, Schnee sowie weitere Gefahren, die aufgrund des Charakters der Reisen als Abenteuer-Reisen nicht vorhersehbar sind.

Bei Schäden am Fahrzeug, die nicht vor Ort repariert werden können oder bei einer Havarie des Kunden-Fahrzeuges unterstützt der Veranstalter den Kunden mit den Mitteln des Organisationsfahrzeuges. Ist eine Reparatur oder Bergung mit diesen Mitteln nicht möglich, trägt der Kunde diese Kosten selbst. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreis besteht nicht.

13. Haftung des Reiseveranstalters

Der Veranstalter haftet im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.

Bei Vorliegen eines Mangels kann der Kunde unbeschadet der Herabsetzung des Reisepreises (Minderung) oder der Kündigung Schadenersatz verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem Umstand, den der Veranstalter nicht zu vertreten hat. Der Kunde kann Schadenersatz auch wegen nutzlos aufgewandter Urlaubszeit verlangen, wenn die Reise vereitelt oder erheblich beeinträchtigt worden ist.

Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig durch den Veranstalter herbeigeführt wird oder soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist die Haftung für Sachschäden auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt.

Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche nach dem Montrealer Abkommen bzw. dem Luftverkehrsgesetz bleiben von der Beschränkung unberührt.

Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. Ausflüge, Sportveranstaltungen, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Reisenden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Veranstalters sind.

Der Veranstalter haftet jedoch für Leistungen, wenn und insoweit für einen Schaden des Kunden die Verletzung von Hinweis- Aufklärungs- oder Organisationspflichten des Veranstalters ursächlich geworden ist.

Jeder Reisende ist für seine rechtzeitige Anreise zum Abflughafen, Fährhafen, bzw. zum Startpunkt der Reise selbst verantwortlich, es sei denn, eine Verspätung beruht auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters.

Der Veranstalter haftet während der Reise nicht für Schäden an Fahrzeugen des Kunden/Teilnehmers insbesondere bei Steinschlagschäden, Lackschäden, Unterbodenschäden, Schäden an Reifen, Gläsern und Scheiben, Motorschäden, Bremsschäden, Schäden durch Eindringen von Wasser, Karosserieschäden, Schäden beim Abschleppen und Bergen. Vorstehendes gilt nicht für den Fall, dass der Schaden oder Unfall auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Veranstalters beruht.

14. Haftungsverzicht des Kunden/Teilnehmers

Der Kunde ist selbst für alle zivil- und strafrechtlichen Folgen für alle von ihm und durch ihm oder dem von ihm benutzten Fahrzeug verursachten Schäden verantwortlich.

Der Veranstalter haftet nicht bei Schadenansprüchen nach Unfällen, die von Selbstfahrern verursacht werden oder die durch Dritte verschuldet werden.

Der Kunde verzichten für alle im Zusammenhang mit der Veranstaltung erlittenen Schäden oder Unfälle auf jedes Recht des Vorgehens oder Rückgriffs gegen den Veranstalter, dessen Beauftragten, Helfer, Behörden, Dienststellen und irgendwelche anderen Personen, die mit der Organisation und der Durchführung der Veranstaltung in Verbindung stehen.

Dieser Haftungsverzicht gilt nicht für den Fall, dass der der Schaden oder Unfall auf vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten des Veranstalters beruht.

15. Mitwirkungspflichten des Kunden – Beanstandungen

Der Kunde ist verpflichtet, bei Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen daran mitzuwirken, evtl. Schäden zu vermeiden oder gering zu halten.
Beanstandungen sind an Ort und Stelle unverzüglich der Reiseleitung oder dem Veranstalter mitzuteilen und Abhilfe zu verlangen.

Versäumt der Reisende schuldhaft, einen aufgetretenen Mangel unverzüglich anzuzeigen, tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein.

Der Kunde ist verpflichtet, für das jeweilige Reisegebiet eine ausreichende Kfz-Haftpflichtversicherung, persönliche Haftpflichtversicherung, Reisekranken- und Unfallversicherung, welche auch den Rücktransport im Krankheits- oder Notfall abdeckt, selbst abzuschließen und für Kunden als Selbstfahrer eine gültige Fahrerlaubnis bzw. einen internationalen Führerschein mitzuführen.

Die Teilnahme an allen angebotenen Reisen des Veranstalters ist nur für Personen mit einer sehr guten gesundheitlichen Konstitution gestattet. Der Kunde oder Teilnehmer ist verpflichtet, dem Veranstalter unverzüglich mitzuteilen, wenn bei ihm gesundheitliche Bedenken bestehen. Wegen der besonderen körperlichen Belastungen und Strapazen, die bei derartigen Abenteuerreisen entstehen können, ist eine Teilnahme für Schwangere nicht zulässig.

Den Anordnungen der Reiseleitung bzw. dem Veranstalter ist während der Reise Folge zu leisten.

16. Pass-, Visa-, Zoll-, Devisen- und Gesundheitsbestimmungen

Der Veranstalter wird Staatsangehörige des EU-Mitgliedstaates, in dem die Reise angeboten wird, über Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt unterrichten. Der Kunde ist jedoch selbst für die Einhaltung von Paß-, Visa-, Zoll-, Devisen-, Impf-, Verkehrs-, Gesundheits- und sonstigen Vorschriften der Reiseländer verantwortlich.

Der Veranstalter haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde mit der Besorgung beauftragt haben, es sei denn, dass die Verzögerung vom Veranstalter zu vertreten ist. Für den Erlass von Visa etc. bei den zuständigen Stellen muss mit einem Zeitraum bis zu 8 Wochen gerechnet werden.

Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, dass sein Reisepass oder Personalsausweis für die gesamte Reise eine ausreichende Gültigkeitsdauer besitzt.

Von einigen Ländern werden bestimmte Impfzeugnisse verlangt, die nicht jünger als 8 Tage und nicht älter als 3 Jahre (Pocken) bzw. 10 Jahre (Gelbfieber) sein dürfen. Derartige Impfzeugnisse sind auch deutschen Behörden vorzuweisen, sofern eine Rückkehr aus bestimmten Ländern (z. B. Afrika, Vorderer Orient) erfolgt.

Alle Hinweise in Reiseinformationen des Veranstalters sind als Hilfestellung für den Kunden zu verstehen. Der Kunde ist verpflichtet sich über derartige Regelungen selbst rechtzeitig und nochmals vor Reiseantritt zu informieren. Für Druckfehler haftet der Veranstalter nicht.
Eine Gewähr für die Richtigkeit von Informationen über rechtliche Regelungen in den jeweiligen Reiseländer wird nicht übernommen.

Der Kunde ist selbst für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise notwendigen Vorschriften verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Rücktrittskosten, die aus der Nichtbefolgung dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu Leisten des Kunden.

17. Online Streitbeilegung – Verbraucherstreitbeilegung

Die Europäische Kommission stellt für Verbraucher unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit. Unser e-Mail Adresse für Verbraucherbeschwerden lautet info@discovery4x4.com

Der Veranstalter weist darauf hin, dass er zu einer Teilnahme an einer Verbraucherstreitbeilegung nach VSBG weder verpflichtet noch bereit ist.

18. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung – Fristen

Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise sind spätestens innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Der Tag des Reiseendes wird bei Berechnung der Monatsfrist nicht mitgerechnet. Nach Ablauf der Frist kann der Kunde Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.

Ansprüche des Kunden nach den §§ 615 c bis 651 f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Veranstalters beruhen, verjähren in zwei Jahren.
Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Veranstalters beruhen.

Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651 c und 651 f BGB verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, der dem Tag des vertraglichen Reiseendes folgt.

Ansprüche aus unerlaubter Handlung verjähren in drei Jahren.

Vertragliche Ansprüche des Reisenden verjähren nach einem Jahr.

Schweben zwischen dem Reisenden und dem Veranstalter über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Reisende oder der Veranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

19. Geltendes Recht – Gerichtsstand – Speicherung des Vertragstextes

Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, oder im Inland ohne Gerichtsstand, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag, der Sitz des Geschäftsbetriebs des Veranstalters. Der Veranstalter ist darüber hinaus berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss der Bestimmungen zum Einheitlichen UN-Kaufrecht über den Kauf beweglicher Sachen (CISG). Bei Verbrauchern, gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

Vertragsprache ist Deutsch.

Der Vertragstext wird beim Veranstalter gespeichert, ist jedoch nach Abschluss des Vertrags für den Kunden aus Sicherheitsgründen nicht mehr zugänglich.

Stand 03.04.2017